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ALM — ein veraltetes Konzept für die Pensionskassen ?

ALM – Asset Liability Management oder Kongruenz Aktiv-Passiv – bildet seit Jahren Bestandteil des Management Cockpit von Pensionskassen.

Über dieses Thema streiten Befürworter und Gegner. Die ersteren betrachten ALM als ein wesentliches Element für das Management der Pensionskasse. Die anderen sprechen von einer Täuschung, der zufolge sich die Kassenverantwortlichen in einer falschen Sicherheit wähnen.

Für ein erfolgreiches, langfristig ausgerichtetes Management der Kasse ist es unumgänglich, die Beiträge, Renten und Kapitalrenditen zu projizieren. Die politischen Entscheide, die sich daraus ableiten, betreffen zunächst die Festlegung der Beiträge und der Renten. Der Trugschluss bestand nun aber darin zu glauben, aus dem ALM ergebe sich eine Anlagestrategie, die es den Verantwortlichen - Stiftungsrat und Kassenmanagement - erlauben, die Anlageentscheide mit der gewünschten Sicherheit zu treffen.

Nun muss man feststellen, dass die Krisen in den vergangenen Jahren diese vermeintliche Sicherheit weggeblasen haben. In den mittels ALM entwickelten strategischen Rahmen wurden die Auswirkungen von Krisen krass unterschätzt. Schlechte Anlagerenditen und Unterdeckungen sind der offensichtliche Beweis für dieses Scheitern.

Ein von der HEC Lausanne organisiertes Seminar, an dem viele Führungskräfte der grossen welschen Pensionskassen teilgenommen haben, hat die Konsternation sowohl bei den Kassenverantwortlichen und wie auch bei den ALM-Theoretikern evident gemacht.

Zu diesem Thema sind im Cepec Handbuch Salärmanagement zwischen 2004 und 2007 eine Reihe von aufschlussreichen Artikeln erschienen. So verweist Artikel 7.8 über ein aktives Asset Management auf die Notwendigkeit, die Risiken von Krisen sorgfältig zu analysieren und in Zeiten erhöhter Renditen die notwendigen Reserven zu äufnen.

Artikel 7.8Arrow