Das Controlling der Salärsumme ist eine wichtige strategische Aufgabe des HR Managements und als solche Bestandteil der generellen Unternehmenspolitik.
Die individuellen Salärerhöhungen führen nicht zu einer entsprechenden Erhöhung der Markttendenzlinien. Die Abweichung erklärt sich zunächst durch den Umstand, dass ein Teil der persönlichen Erhöhung durch die Neigung der Tendenzlinie absorbiert wird, die im Alter +1 höher liegt. Im weiteren führt der Personalwechsel im Unternehmen allgemein dazu, dass älteres, höher entlöhntes Personal durch junge Mitarbeitende mit tieferen Löhnen ersetzt wird. Die Folge ist der sog. «Noria» - Effekt, mit einer Reduktion der Durch-schnittssaläre.
Dieser Artikel erläutert anhand von vereinfachten Beispielen im Detail den Vorgang zur Berechnung des Noria-Effekts. Als erstes wird die Entwicklung in einer einzelnen Funktionsgruppe analysiert, zunächst unter Annahme eines gleichbleibenden, anschliessend mit zunehmendem Personalbestand. Damit ist die Basis für das Verständnis des Effekts gelegt, und man kann die Interaktionen untersuchen, die sich aus der Entwicklung der verschiedenen Funktionsstufen ergeben. Die Analyse nähert sich damit der komplexen Situation in der Unternehmenswirklichkeit an.
Die Interaktionen zwischen den Funktionsstufen führen zu einem Struktur-Effekt, der die Entwicklung des Durchschnittssalärs beeinflusst. Je nach dem ob die strukturellen Veränderungen zu einer Verstärkung oder Ausdünnung der oberen Stufen führen, ist die Auswirkung bezüglich Salär eine Erhöhung oder ein Reduktion des Durchschnittssalärs. Auch zum Struktur-Effekt erläutert dieser Artikel die Berechnungsweise.
Zum Schluss wird noch die Kombination von Noria- und Struktur-Effekt untersucht. Es wird schrittweise dargestellt, wie man von der durchschnittlichen Salärerhöhung zur Entwicklung des Durchschnittssalärs gelangt.
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