Auszug aus dem Artikel 1.8
Für das Management der Human Resources sind die Förderung und Erhaltung der Leistung und der Motivation der Mitarbeitenden oberste Zielsetzungen. Die Entwicklung der Kompetenzen der Mitarbeitenden ist ein wichtiger Einflussfaktor für das Erreichen dieser Ziele. Dem Management der Entlöhnung kommt in diesem Zusammenhang ebenfalls eine zentrale Bedeutung zu. - Eine Tendenzlinie ist eine gute Darstellung der durchschnittlichen Entwicklung der Saläre in Re-lation zum Alter, welches als Indikator für die Erfahrung dient. Ein Salärband ober- und un-terhalb dieser Tendenzlinie zeigt die Flexibilität für eine primär leistungsabhängige Festlegung der Saläre an. Mit einem solchen Instrument können also die beiden wichtigen Forderungen des HR-Management unterstützt werden: zur Leistung anspornen und Motivation schaffen.
Wird eine Datenmenge in einem zweidimensionalen Koordinatennetz dargestellt, so hat die ein-fachste Darstellung einer Tendenzlinie die Form der Regressionsgeraden, berechnet nach der sog. Methode der kleinsten Quadrate. Es handelt sich um jene Gerade, bei der die Summe der (positiven und negativen) Abweichungen der einzelnen Punkte minimal ist. Diese Gerade erhält man auf einfache Weise durch Anwendung des Verfahrens der linearen Regression. Leider aber ist diese Regressionsgerade an den beiden Extremen der Altersskala nur eine schlechte Darstellung der Realität. Es braucht also eine komplexere Berechnungsweise, um eine Kurve zu erhalten, die sich abflacht (Salär), wenn man auf der Horizontalen (Alter) von links nach rechts geht. Die Kunst besteht darin, aus vielen denkbaren Berechnungsweisen eine möglichst gute auszuwählen.
Zwischen der stark vereinfachenden Regressionsgeraden und der Vielzahl von möglichen Kurven besteht ein sinnvoller Kompromiss darin, aus den Regressionsgeraden für diverse mögliche Alterstranchen eine (gekrümmte) Gesamtlinie zusammenzusetzen. Aus der grossen Zahl der so generierten Kurven werden vom Computer an Hand von vordefinierten Kriterien einige wenige ausgewählt, aus denen wiederum mittels visueller Beurteilung die adäquateste bestimmt wird.
Die von Cepec ermittelten Tendenzlinien sind ein immenses Puzzle, das die grosse Salärvielfalt in der Schweiz je nach Branche und Region spiegelt, und zwar gegliedert nach Funktionsstufe. Die Analyse erfolgt zunächst nach den verschiedenen Branchen oder Branchengruppen (z.B. Che-mie/Pharma) oder aber nach Unternehmensgruppen mit ähnlichen Merkmalen (z.B. grosse internationale Firmen).
Die Tendenzlinie vermittelt also ein repräsentatives Bild der Salärsituation für eine bestimmte Funktionsstufe. Die Tendenzlinie der Saläre im Unternehmen wird dann mit verschiedenen für das Unternehmen relevanten Markttendenzlinien verglichen. Solche Vergleiche werden durch die von Cepec entwickelte Software VisiSal ganz wesentlich erleichtert. VisiSal kann auch für die Analyse individueller Salärsituationen beigezogen werden.
Wenn es nun darum geht, die individuellen Saläre nach den zwei wichtigen Einflussfaktoren, der Leistung und der Lage im Salärband, zu entwickeln, so liefern zwei weitere von Cepec entwickelte Module von VisiSal, nämlich VisiSim und VisiRev, den nötigen IT-Support. Mit VisiSim kann auf einfache Weise eine Reihe von Simulationen durchgeführt werden, indem die Faktoren für die Gewichtung der beiden Einflussfaktoren, der Leistung und der Bandlage des Salärs, verändert werden. Hat man sich für eine Simulationsvariante entschieden, so kann der Entscheidungspro-zess unter Beizug der Linienvorgesetzten mittels VisiRev abgewickelt und durch HR effizient gesteuert und überwacht werden.
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