In diesem Artikel wird beschrieben, wie die mittleren und oberen Kader eines Industrieunternehmens von 1000 Mitarbeitenden (repräsentativ für ein "mittleres Mittelunternehmen" des Cepec-Schemas, vgl. dazu Artikel 2.1, Darstellungen 1 und 3) in Funktionsstufen eingeteilt werden. Die Analyse stützt sich auf zahlreiche Projekte, die Cepec-Consultants seit vielen Jahren durchführen, und in denen jeweils ausgehend von einer Überprüfung der Stellen und der Saläre eine Klassifikation in Funktionsstufen und die Festlegung von Salärnormen pro Stufe erfolgen.
Die beiden präsentierten Fälle, die sich durch die Organisationsform unterscheiden, wurden auf Grund von effektiven Cepec Audits aufbereitet. In beiden handelt es sich um Unternehmen im Hochtechnologie-Bereich der Maschinen/Apparate-Industrie. Die Produkte werden selber entwickelt und unter teilweisem Rückgriff auf ein Netz von Unterlieferanten auch produziert. Der Personalbestand beläuft sich auf 1000 (umgerechnet auf Vollzeit, ohne Lehrlinge).
Die zwei Fälle stellen zwei Organisationsformen dar, die für Industrieunternehmen dieser Grösse typisch sind. Das erste Unternehmen, Organisation Y genannt, hat eine divisionalisierte Struktur, mit Produkte/Markt-Business Units, die operationell weitgehend selbständig sind und durch zentralisierte Funktionen für die Verwaltung der Ressourcen und für Dienste unterstützt werden. Der analysierte Fall weist drei Business Units von ähnlicher Grösse (170 Personen) und eine weitere, grössere mit 440 Personen auf. Die drei ersten werden in Kapitel 2, die grössere in Kapitel 3 behandelt. Die Einstufung der zentralen Funktionen wird schliesslich in Kapitel 4 dargelegt.
Das zweite Unternehmen, Organisation Z genannt, weist eine zentrale, funktionale Struktur auf: Marketing, Technik und Produktion. Die Einstufung der Funktionen wird in Kapitel 5 erläutert.