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Auszug des Artikels 10.6

Median und Lohnpolitik

Anwendung in den Informatikfunktionen

Verfasst von Régis Künzli

  1. Median, eine einfache und klare Information
  2. Beruf und Seniorität
  3. Streuung der Saläre
  4. Median und Tendenzlinie nach Erfahrung
  5. Das Alter als Ersatz für die Erfahrung

Abbildungen

  1. Median, Quartile und Dezile
  2. Kompetenzstufen der ICT-Spezialisten
  3. Projektleiter nach Seniorität
  4. Stellenbeschreibung des Projektleiters Senior
  5. Projektleiter Senior nach Dienstjahren
    Lohnabweichungen vom Median
  6. Projektleiter Senior nach Erfahrung
    Tendenzlinie und Median
  7. Projektleiter Senior nach Erfahrung
    Salärabweichungen vom Median
  8. Projektleiter Senior nach Alter
    Tendenzlinie und Median
  9. Projektleiter Senior nach Alter
    Salärabweichungen von der Tendenzlinie
  10. Nominelle und reale Entwicklung der Salär-Tendenzlinien (TL)

Im internen Salärmanagement wie auch in Salärvergleichen zwischen Unternehmen ist der Median ein weit verbreiteter Begriff. Er hat den Vorteil, aus statistischer Sicht klar und einfach zu ermitteln zu sein..

Die Anwendung des Medians um die Saläre einzuordnen, wurde durch den sogenannten « broad banding » Ansatz gefördert, d.h. durch breite Bänder oder Spannweiten, innerhalb welcher die analysierten Saläre zu liegen haben. Die Beurteilung der Person und ihrer Leistung ist offensichtlich ein wichtiger Faktor im Salärmanagement, für ihre Positionierung und Entwicklung. Es gibt jedoch noch andere wichtige Faktoren, vor allem die Seniorität in der Funktion und die Erfahrung auf dem Senioritäts-Niveau. Ein zu globaler Ansatz, basierend einzig auf dem Median, erlaubt es nicht, den Einfluss dieser Faktoren offenzulegen.

Hinsichtlich des Salärmanagements ist die Seniorität nicht eine Frage des Alters, sondern des Kompetenz-Niveaus. Der Verband der Fachleute auf dem Gebiet der Informatik, SwissICT, hat für die Informatik-Funktionen fünf Kompetenzstufen definiert, vom Junior zum Professional, Senior, Expert et Senior Expert. Wenn man dies Kompetenzstufen auf die Funktion Projektleiter anwendet, stellt man bedeutende Unterschiede zwischen den Salär-Medianen nach Seniorität fest. Aus statistischer Sicht kann die Verteilung der Löhne durch die wichtigsten Perzentile ergänzt werden, vor allem durch Quartile und Dezile.

Auch wenn wir die Analyse auf jedes Senioritätsniveau ausrichten, bleibt die Verteilung der Saläre dennoch sehr breit. Es ist daher wünschenswert, andere Faktoren offenzulegen, welche die Entwicklung der Löhne beeinflussen. Eine erste Analyse mit der Verknüpfung der Saläre mit den Dienstjahren im Unternehmen zeigt, dass dieser Faktor im Allgemeinen wenig bedeutsam für das aktuelle Salärmanagement ist, zumindest in der Informatik, aber auch in anderen Tätigkeitsfeldern.

Auf der anderen Seite spielt die Erfahrung auf der Kompetenzstufe offensichtlich eine bedeutende Rolle bei der Lohnentwicklung. Die Analyse der Projektleiter Senior nach Erfahrung macht eine gute Korrelation mit den Salären augenscheinlich. Aus dieser Perspektive kann eine Tendenzlinie erstellt werden, welche die Saläre relativ eng zusammenfasst. Die Abweichungen vom Median unterstreichen diese bedeutsame Korrelation ebenfalls.

In der Mehrzahl der Unternehmen wird die Erfahrung jedoch nicht systematisch erfasst. Sie ist übrigens schwierig zu standardisieren, wenn man die Vorerfahrung auch berücksichtigen will. Um diese Schwierigkeit auszuräumen, ist es interessant, das Alter als relativ guter Ersatz für die Erfahrung zu nehmen. Die Äquivalenz ist zwar sicher nicht gültig für Personen, welche später als üblich die betrachtete Senioritätsstufe erreichen. Trotzdem bringt die Verbindung mit dem Alter insgesamt eine gute Sicht auf die Korrelation mit der Erfahrung.

 

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Auszug des Artikels 10.6
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