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Auszug des Artikels 4.5

Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern

Verfasst von Régis Künzli

  1. Entwicklung der Unterschiede von 1994 bis 2012
  2. Unterschiede nach Wirtschaftsbranchen
  3. Unterschiede nach Kompetenzniveau
  4. Unterschiede nach der beruflichen Stellung
  5. Unterschiede pro Berufsgruppen nach Alter
  6. Bedeutend limitiertere Unterschiede als auf den ersten Blick

Abbildungen

  1. Gesamthafte Unterschiede in der Privatwirtschaft
  2. Unterschiede in einigen Wirtschaftsbranchen
  3. Unterschiede in den wesentlichen Wirtschaftszweigen
  4. Abweichungen nach Kompetenzniveau in den Wirtschaftsbranchen
  5. Abweichungen nach beruflicher Stellung in den Wirtschaftsbranchen
  6. Abweichungen nach Beruf und Alter

Analyse der Statistiken des BFS

Die Abweichung von 23.8% von 1994 hat leicht abgenommen, um 2012 bei 18.9% zu liegen.

Diese Zahl von 18.9% wird hervorgehoben von den Dienststellen des Bundes und der Kantone, insbesondere von den Büros für die Gleichstellung, um einerseits  eine unakzeptable Ungleichheit zu unterstreichen und andererseits  die Notwendigkeit der Umsetzung adäquater Mittel zu deren Korrektur in die Tat. Diese Differenz von 18.9% wird auch regelmässig von den Medien zitiert, um eine aktuell ungerechte und diskriminierende Situation zu beweisen.

Diese Perspektive muss jedoch in Frage gestellt werden. Aus arithmetischer Sicht ist die Differenz durch die Statistiken klar bezeugt. Muss daraus unmittelbar ein Schluss auf der ethischen Ebene gezogen werden, mit dem Begriff der Gerechtigkeit?

Um Elemente der Lösung dieser wichtigen Frage beizutragen, sind die Lohnunterschiede sukzessive aus dem Blickwinkel mehrerer Faktoren untersucht worden, welche die Saläre beeinflussen. Wenn wir die wesentlichen Wirtschaftsbranchen untersuchen, sind die Differenzen sehr häufig tiefer als die Gesamtdifferenz.

Die Analyse der Abweichungen nach dem Kompetenzniveau zeigt im Allgemeinen Abweichungen unterhalb des globalen Befundes.

Die Analyse nach der beruflichen Stellung zeigt ebenfalls Unterschiede unterhalb des globalen Befundes, ja sogar sehr viel kleinere.

Schliesslich trägt die Analyse pro Berufsgruppen nach Alter zu einem entscheidenden Blickwinkel bei. Für relativ gut umgrenzte Berufe sind die Unterschiede deutlich tiefer als der globale Befund von 18.9%.

Der spektakulärste Befund betrifft Berufe mit administrativer Ausrichtung, wo die Situation ausgeglichen ist, sogar mit einer Umkehrung des Unterschiedes in der Gruppe der Jüngsten: Die Löhne der Frauen sind höher als diejenigen der Männer!!!

Es geht nicht darum zu behaupten, dass es keine negativen Ungleichheiten bei den Frauenlöhnen gebe. Die durchgeführten Analysen bei den Salärvergleichen zeigen gut auf, dass Unterschiede sehr häufig existieren, selbst wenn diese im Allgemeinen unterhalb 5% liegen.

 

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Auszug aus dem Artikel 4.5
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