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Auszug des Artikels 6.5

Benchmarking von Fringe Benefits (FB)

Verfasst von Eugen Kobler und Martin Sturzenegger

  1. Problemstellung
  2. Der Fringe Benefits-Katalog
  3. Arten von Benchmarks
    3.1 Welche FB sollen verglichen werden ?
    3.2 Mit welchem ‚Markt’ soll verglichen werden ?
    3.3 Standortbestimmung oder Grundlage für Anpassung ?
    3.4 Offener oder geschlossener Vergleich ?
  4. Der Erfassungsbogen
    4.1 Grundsätzliche Fragen bei der Gestaltung des Erfassungsbogens
    4.2 Abbildung der Hierarchie
    4.3 Typische Fragestellungen
  5. Die Auswertungen
    5.1 Detaillierte Ergebnisse
    5.2 Übersicht der FB Beurteilung
    5.3 Simulationsmodell
    5.4 Kommentierung und Empfehlungen
  6. Warum ein Beratungsunternehmen beiziehen?

Abbildungen

  1. Schritte für die Neukonzeption des Fringe Benefits Packages
  2. Katalog der Fringe Benefits (Cepec-Verfahren)
  3. Interne Organisationsstruktur
  4. Organisationsstruktur mit Cepec Stufen

Fringe Benefits sind freiwillige Leistungen des Unternehmens, welche neben der Entlöhnung an die Mitarbeitenden ausgerichtet werden, und zwar üblicherweise nicht in Form von Geld sowie unabhängig von der Leistung des Mitarbeitenden oder vom Geschäftsresultat des Unternehmens.

Weil es sich um freiwillige Leistungen handelt, verfügen die Unternehmen über einen grossen Spielraum bei der Gestaltung des Fringe Benefits Packages. Sie müssen dieses auch periodisch überprüfen, um die Wirkung und Akzeptanz zu erhöhen bzw. aufrecht zu erhalten und/oder die Kosten zu optimieren. Vier wichtige Überlegungen sprechen dafür, dass dies umsichtig und mit viel Sorgfalt geschehen soll.

Die Fringe Benefits stellen im Unternehmen unbestritten einen bedeutenden Kostenfaktor dar. Dabei fallen nicht nur die - einfach zu ermittelnden - Kosten für die berufliche Vorsorge ins Gewicht; interessant sind die Kosten für sämtliche Leistungen des Unternehmens, die jedoch selten gesamthaft ermittelt und hinterfragt werden.

Der Nutzen der Fringe Benefits wird kaum je ermittelt - weder jener für das Unternehmen im Sinne der Beeinflussung von Motivation oder Loyalität, noch der Nutzen oder die Wertschätzung auf Seiten der Mitarbeitenden. Man ist auf Mutmassungen oder Einzelmeinungen angewiesen.

Bei den Fringe Benefits lässt sich eine grosse Vielzahl und Vielfalt von Elementen ausmachen, die zudem einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Unternehmen werden aus drei externen Gründen veranlasst, ihre Fringe Benefits Packages anpassen :

  • weil andere Unternehmen zur Gewinnung von Konkurrenzvorteilen im Arbeitsmarkt vorangehen ;
  • weil sich das gesetzliche und reglementarische Umfeld ändert ;
  • weil sich auch die Wertvorstellungen bei den Mitarbeitenden über die Zeit ändern.

Bei Fringe Benefits besteht die Gefahr, dass sie von den Mitarbeitenden als Besitzstand, als Selbstverständlichkeit verstanden werden. Das Bewusstsein oder gar die Wertschätzung seitens der Mitarbeitenden ist in vielen Fällen relativ gering. Umgekehrt wird ein Abbau von Leistungen, auch wenn sie nur von einer Minderheit der Mitarbeitenden beansprucht wurden, schlecht aufgenommen.

Im Artikel 6.4 dieses Handbuchs (Fringe Benefits - reduzieren oder ausbauen?) wurde aufgezeigt, welche kriti-schen Fragen bei der Überprüfung und Anpassung der Fringe Benefits gestellt und beantwortet werden sollten. Abbildung 6 (auf Seite 12) zeigt die Schritte für ein solches Vorhaben. Eine dieser Aktivitäten ist ein Benchmarking des eigenen Fringe Benefits Packages im Vergleich mit dem Markt.

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich nun mit diesem Benchmarking-Prozess, mit seiner Notwendig-keit und dem Nutzen daraus, mit den Möglichkeiten und Grenzen eines Benchmarking von Fringe Bene-fits. Es wird ein konkretes Verfahren vorgestellt, mit welchem das Unternehmen seine Stellung im Markt ermitteln kann, mit dem aber auch wertvolle Hinweise auf Trends im Markt, sowie auf sinnvolle und mögliche Veränderungen der eigenen Fringe Benefits gewonnen werden können.

Bei der Beurteilung der Resultate eines Fringe Benefits-Vergleichs wäre es erwünscht, die Gesamtheit der Leistungen des Unternehmens an die Mitarbeitenden, also die Summe aus Compensation und Fringe Benefits, mit dem Markt zu vergleichen. Streng genommen erfordert dies eine Quantifizierung aller Fringe Benefits-Leistungen, damit sie zu den Entlöhnungselementen hinzugezählt werden können. Es ist uns kein Unternehmen bekannt, in dem eine solche umfassende Quantifizierung und Gesamtbe-trachtung erfolgreich durchgeführt wurde.

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Auszug des Artikels 6.5
(PDF: 49 Ko)
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