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Auszug aus dem Artikel 7.6

Pensionskassen - Anlagen und Entlöhnung (2)

Chancen und Grenzen des strategischen Balanced-Mandates

Verfasst von Régis Künzli

  1. Der reglementarische Rahmen
  2. Die Performance der Portfolio Manager
  3. Die optimale strategische Linie - ex post
  4. Added Value durch Management der Aktiva
  5. Added Value der Allokation
  6. Chancen und Grenzen - eine durchzogene Bilanz

Abbildungen

  1. Globale Performance der Portfolio Manager
  2. Performance der Verwalter pro Anlagekategorie
  3. Optimale strategische Linie – ex post
  4. Added Value – Manager A
  5. Added Value – 6 Manager
  6. Added Value der Allokation – Manager A
  7. Added Value der Allokation – 6 Manager
  8. Performance aus Management und Allokation – Manager A
  9. Performance aus Management und Allokation – 6 Manager

Betrachten wir die Renditechancen, so bringt das strategische Balanced-Mandat die besten Möglichkeiten mit sich. Unter einem solchen Mandat kann der Portfolio Manager basierend auf verlässlichen Analysen der Wirtschaft und Börse - die strategische Asset Allocation auf die Marktzyklen abstimmen. Haussieren die Aktien, so kann er seine Strategie auf diese Kategorie ausrichten, und zwar soweit es die vom Auftraggeber fixierten Limiten erlauben. Verzeichnen die Aktien umgekehrt eine längere Baisse-Periode, kann er sich stärker auf Obligationen konzentrieren und als Folge des tiefen Zinsniveaus von den besseren Renditen durch Kapitalgewinne profitieren. Die Segmented-Mandate hingegen gehen von einer fixen strategischen Allokation aus und beinhalten nicht die gleiche Flexibilität bei der Asset Allocation. Taktische Balanced-Mandate wiederum bringen zwar einen gewissen Spielraum, der aber definitionsgemäss wesentlich begrenzter ist als beim strategischen Balanced-Mandat.

In der Theorie ist also das strategische Balanced-Mandat unschlagbar. Ist es das auch in der Praxis ? Dieser Artikel des Cepec Handbuchs, der zweite in der Reihe über Pensionskassen, untersucht die Erfahrungen mit strategischen Balanced-Mandaten im Zeitraum 2000 bis 2003. Diese Periode ist für eine solche Analyse besonders interessant, beginnt sie doch mit dem Ende einer langdauernden Aktienhausse (2000) , setzt sich fort mit einem drastischen Rückgang der Aktienkurse und einer ausgeprägten Hausse bei den Obligationen (2001 und 2002) , um schliesslich in einen fulminanten Neustart der Aktien (2003) zu enden. Die Analyse zeigt klar die beiden Einflussfaktoren auf die Performance der Anlageverantwortlichen: einerseits ist es der Mehrwert (oder Minderwert) durch die Anlageentscheide innerhalb der einzelnen Kategorien, andererseits der Mehrwert (oder Minderwert) durch die Allokation im Rahmen der gewählten strategischen Linie. Zu Analysezwecken werden die beiden Mehrwerte (Management und Allokation) im Vergleich zu einer optimalen strategischen Linie gemessen, welche ihrerseits im Wesentlichen durch den reglementarischen Rahmen des Mandates bestimmt sind.

Die Renditen, die mit der optimalen strategischen Linie in der Periode 2000 bis 2003 hätten erzielt werden können, sind spektakulär. Im Vergleich dazu erscheinen die Renditen, welche unter strategischen Balanced-Mandaten erzielt wurden, bescheiden. Dieses Urteil muss allerdings revidiert werden, wenn man diese Resultate mit jenen der Gesamtheit der institutionellen Anleger vergleicht. Verglichen mit den beträchtlichen Verlusten, die viele Pensionskassen im Untersuchungszeitraum hinnehmen mussten, ist die Performance der strategischen Balanced-Mandate klar besser. Die Bilanz ist also durchzogen : "ziemlich gut, wesentlich mehr wäre aber möglich gewesen ! "

Der gesetzliche Rahmen, die Analyse der Risiken und die Arten von Mandaten wurden im ersten Artikel dieser Reihe über Pensionskassen im Detail dargestellt (Artikel 7.5 des Cepec Handbuchs) .

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Auszug aus dem Artikel 7.6
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