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Auszug aus dem Artikel 7.8

Pensionskassen - Anlagen und Entlöhnung (4)

Aktives Asset Management und Entlöhnung

Verfasst von Régis Künzli

  1. Forderung nach einem aktiveren Asset Management
  2. Höhere Renditen und Risiken
  3. Hedge Funds - eine Flut von Produkten zu überhöhten Kosten
  4. Entschädigung der externen Portfolio Managers
  5. Entlöhnung des Managements der Pensionskasse

Abbildungen

  1. Obligationenmärkte : Performance 2006
  2. Aktienmärkte :  Performance 2006
  3. Jährliche Performance der Verwaltung von Privatvermögen
  4. Kumulierte Performance der Verwaltung von Privatvermögen
  5. Strategischer Rahmen die Verwaltung eines Privatvermögens
  6. Wachstum der Assets der Hedge Funds
  7. Zunahme der Zahl von Hedge Funds (aktiv 2006)
  8. Aufteilung der Hedge Funds nach Strategie (2006)
  9. Beispiel eines Hedge Fund
  10. Entlöhnung des Geschäftsführers der Pensionskasse
  11. Beispiel einer Funktionsbeschreibung
    Geschäftsführer der Pensionskasse

Der vorliegende Artikel beschliesst die Reihe über Fragen des Asset Management und der Entlöhnung in Pensionskassen. Der erste Artikel dieser Reihe (Dezember 2004) behandelt den gesetzlichen Rahmen, die Renditen und Risiken sowie die verschiedenen Kategorien von Verwaltungsmandaten. Im zweiten (März 2005) werden die Chan-cen und Grenzen des strategischen Balanced-Mandates dargelegt. Im dritten (Juni 2006) wird sodann die Performance von Balanced-Mandaten im Jahr 2005 untersucht und verglichen. Der abschliessende Artikel (März 2007) unterstreicht schliesslich die Forderung nach einem aktiveren Management der Anlagen der Pensionskassen und die Notwendigkeit, dabei entsprechende Vorkehrungen für die Risikoabdeckung zu treffen. Behandelt wird auch die Entschädigung der Hauptakteure im Anlageprozess, einerseits der externen Portfolio-Manager, andererseits des Geschäftsführers der Pensionskasse.

Die Vorgehensweisen mit einem aktiveren Asset Management stehen im Widerspruch zur heute mehrheitlich verfolgten fixen strategischen Allokation. Wenn sich aber die Initiativen zu einem aktiveren Management weiter erfolgreich entwickeln, so dürfte die heute dominierende Theorie schon bald „alt aussehen“.

Als Modell für ein ausgeprägt aktives Portfolio-Management könnte den Pensionskassen das Asset Management von Privatvermögen durch das Private Banking dienen. In dieser Optik ist es interessant, die erzielten Resultate über eine längere Periode zu untersuchen und dabei sowohl die höheren Renditen wie auch die bedeutenden Risiken für temporäre Verluste darzustellen. Um dies zu illustrieren, verwenden wir ein konkretes Beispiel über die 16 vergangenen Jahre.

Das Interesse an den Hedge Funds begründet sich in der Suche nach hoher Performance, und zwar losgelöst von der Entwicklung der Aktienmärkte. In diesem Sinne spricht man vom Ziel einer „absoluten“ Rendite, im Gegensatz zur relativen, bezogen auf einen Aktien-Benchmark. In ihren Veröffentlichungen machen gewisse Fonds sehr hohe jährliche Renditen geltend, oftmals wesentlich über 20%. Allerdings ist es sehr schwierig, die wirkliche durchschnittliche Performance dieser Anlagekategorie über einen längeren Zeitraum seriös zu beurteilen, weil die meisten Fonds erst wenige Jahre bestehen. Es gibt zwar heute Indices für die durchschnittliche Performance pro Hedge Fund Kategorie. Bei ihrer Verwendung ist aber Vorsicht geboten, weil Fonds, die schlecht performen oder gar Konkurs erleiden, sogleich aus dem Index entfernt werden, bevor sie in ihrer Endphase den Index negativ belasten. Wohl werden einerseits sehr viele neue Fonds geschaffen, aber auch die „Sterberate“ ist in diesem Geschäft sehr hoch.

Die Pensionskassen und andere institutionelle Anleger benützen Hedge Funds und traditionelle Fonds als Anlageinstrumente. Allerdings wird ein grosser Teil der zu verwaltenden Mittel an externe Portfolio-Managers vergeben, wobei die Gebühren vertraglich festgelegt werden. Diese Gebühren hängen von verschiedenen Elementen ab, im Wesentlichen von der Grösse des Vermögens und von der Asset Allocation.

Die Entlöhnung des Geschäftsführers der Pensionskasse ist normalerweise abhängig von der Grösse der Kasse. Cepec hat auf diesem Gebiet zahlreiche Vergleichsstudien durchgeführt und ist in der Lage, unter Zugriff auf eine grosse Datenbank rasch eine Funktionsanalyse durchzuführen und die Entlöhnung des Geschäftsführers mit dem Markt zu vergleichen. Um der unterschiedlichen Grösse der Kassen Rechnung zu tragen, wird der Vergleich in Abhängigkeit vom verwalteten Vermögen dargestellt.

Heutzutage setzt sich die Entlöhnung des Managements der Pensionskasse aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Der variable Teil hängt von der Qualität des Anlage-Managements ab, namentlich von der realisierten Performance aus den Anlagen. Die Marktvergleiche beziehen sich deshalb auf zwei Grössen, einerseits das fixe Basissalär, andererseits die Gesamtentlöhnung inklusive dem variablen Teil.

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Auszug aus dem Artikel 7.8
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